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	<title>Kommentare zu: Tatsächliche Arbeitslosigkeit</title>
	<link>http://blog.michael-musil.de/2010/09/05/tatsachliche-arbeitslosigkeit/</link>
	<description>GRÜNER Kommunalpolitiker im Westerwald</description>
	<pubDate>Sat, 19 May 2012 16:24:05 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Rainer Wenk</title>
		<link>http://blog.michael-musil.de/2010/09/05/tatsachliche-arbeitslosigkeit/#comment-999</link>
		<author>Rainer Wenk</author>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 17:14:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://blog.michael-musil.de/2010/09/05/tatsachliche-arbeitslosigkeit/#comment-999</guid>
		<description>3.188.000 registrierte Arbeitslose und 1.38 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 411.000 erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im großen Zahlenwerk des Monatsberichtes der BA 4 Millionen 979.000 Arbeitslose.
Schaut man sich Seite 19 etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für April 2010: 3.008.000 Personen oder 50 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) 

S. 51 aktueller Bericht: 933.400 ALG I Empfänger + 4.892.162 erwerbsfähige ALG II Empfänger. In der Summe sind dies 5.825.562 Betroffene. Zusätzlich gibt es laut aktuellem Bericht auf Seite 19 weitere 411.000 Nichtleistungsempfänger. Jetzt sind es bereits 6.236.562 Menschen, welche von ALG I oder ALG II (sowie die Nichtleistungsempfänger) abhängig sind. Zusätzlich gibt es noch 406.000 Kurzarbeiter. Insgesamt sind dies bereits 6 Millionen 642.562 Personen. Die 1.812.932 Millionen starke Gruppe der nichterwerbsfähigen Sozialgeldempfänger möchte ich in diesem Zusammenhang nur am Rande erwähnen.
Quelle: http://statistik.arbeitsagentur.de Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im August 2010 - Seiten 6/19/51/

Im August hatte die BA für den ersten, ungeförderten Arbeitsmarkt 396.000 freie Stellen zur Verfügung. Für Gesamtdeutschland hat das IAB nach aktuellen Zahlen ein Stellenangebot für den ersten Arbeitsmarkt von 805.000 freien Stellen angegeben.
Quelle: http://doku.iab.de/grauepap/2010/os1002.pdf
Abzüglich von Scheinangeboten (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,403459,00.html) und später zu besetzenden Stellen bleiben ca. 450.000 Stellenangebote auf dem ersten, ungeförderten Arbeitsmarkt, für 6,5 Millionen nach „Arbeit“ suchender Menschen!
(im Jahr 2009 waren über 8,5 Millionen Menschen auf der Suche nach (mehr) Arbeit: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/06/PD10__226__132,templateId=renderPrint.psml)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>3.188.000 registrierte Arbeitslose und 1.38 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 411.000 erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im großen Zahlenwerk des Monatsberichtes der BA 4 Millionen 979.000 Arbeitslose.<br />
Schaut man sich Seite 19 etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für April 2010: 3.008.000 Personen oder 50 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) </p>
<p>S. 51 aktueller Bericht: 933.400 ALG I Empfänger + 4.892.162 erwerbsfähige ALG II Empfänger. In der Summe sind dies 5.825.562 Betroffene. Zusätzlich gibt es laut aktuellem Bericht auf Seite 19 weitere 411.000 Nichtleistungsempfänger. Jetzt sind es bereits 6.236.562 Menschen, welche von ALG I oder ALG II (sowie die Nichtleistungsempfänger) abhängig sind. Zusätzlich gibt es noch 406.000 Kurzarbeiter. Insgesamt sind dies bereits 6 Millionen 642.562 Personen. Die 1.812.932 Millionen starke Gruppe der nichterwerbsfähigen Sozialgeldempfänger möchte ich in diesem Zusammenhang nur am Rande erwähnen.<br />
Quelle: <a href="http://statistik.arbeitsagentur.de" rel="nofollow">http://statistik.arbeitsagentur.de</a> Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im August 2010 - Seiten 6/19/51/</p>
<p>Im August hatte die BA für den ersten, ungeförderten Arbeitsmarkt 396.000 freie Stellen zur Verfügung. Für Gesamtdeutschland hat das IAB nach aktuellen Zahlen ein Stellenangebot für den ersten Arbeitsmarkt von 805.000 freien Stellen angegeben.<br />
Quelle: <a href="http://doku.iab.de/grauepap/2010/os1002.pdf" rel="nofollow">http://doku.iab.de/grauepap/2010/os1002.pdf</a><br />
Abzüglich von Scheinangeboten (Quelle: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,403459,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,403459,00.html</a>) und später zu besetzenden Stellen bleiben ca. 450.000 Stellenangebote auf dem ersten, ungeförderten Arbeitsmarkt, für 6,5 Millionen nach „Arbeit“ suchender Menschen!<br />
(im Jahr 2009 waren über 8,5 Millionen Menschen auf der Suche nach (mehr) Arbeit: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/06/PD10__226__132,templateId=renderPrint.psml" rel="nofollow">http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/06/PD10__226__132,templateId=renderPrint.psml</a>)</p>
<p>Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)</p>
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