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Archive für 12.5.2011
Volksbewirtschaftung, was ist das?
12.5.2011 von M.Musil.
Volksbewirtschaftung setzt voraus, dass führende Figuren der Einbildung erliegen, das Volk sei ihnen von Gott, oder von wem auch immer, als persönliches Eigentum anvertraut und überlassen worden, zu dem Zwecke, aus dem Volk für sich und ihren Anhang den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.
Führende Figuren - eine bewusst schwammige Bezeichnung - gibt es viele in vielen verschiedenen Funktionen. Es gibt sie in der Politik, es gibt sie in der Wirtschaft, es gibt sie in Vereinen und Vereinigungen und es gibt sie selbstverständlich auch in den Religionsgemeinschaften.
Die Demokratie sollte die Volksbewirtschaftung nach althergebrachtem feudalistischem Muster eigentlich beenden und für alle Zeiten unmöglich machen, doch haben sich die heute führenden Figuren innerhalb und außerhalb der Demokratie so eingenistet und untereinander verwoben, dass der Unterschied zu den Zeiten französischer Sonnenkönigsherrlichkeit und russisch-zaristischer Machtfülle nur noch darin liegt, dass all das unter dem fadenscheinigen Mäntelchen der Demokratie so verborgen wird, dass dem Volk, wenn es denn einmal Ärger, Unmut oder gar Zorn äußert, mit honigsüßen Worten verkündet - oder gar vorgehalten werden kann, es habe dies ja selbst so gewollt, denn das sei eben das Wesen der Demokratie, dass die Mehrheit den Gang der Dinge bestimme, weil doch das Volk selbst seine Bewirtschafter gewählt und legitimiert habe.
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http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2011/19.html
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