- MICHAEL MUSIL - http://blog.michael-musil.de -

Die Billlionenflut

Dieser Eintrag stammt von M.Musil Am 14.7.2011 @ 11:56 In Links | Keine Kommentare

Ihnen kommt dieser Titel bekannt vor?  (Egon W. Kreutzer)

Ja, ich gebe zu, ich habe vorgearbeite, im Okober 2008 hab ich das geschrieben, was ich Ihnen heute noch einmal anbiete, und
ich bin mir sicher, heute werden es weit mehr Menschen verstehen, worauf es ankommt -und worauf nicht.

Es ist so meine Art, die Themen aufzugreifen und auf das mögliche Ziel hin durchzuspielen, lange bevor sie von all denen
behandelt werden, die sich als “Nachträgliche Erklärer” immer schnell um den offenen Brunnen versammeln und über das
hineingefallene Kind jammern - ohne dabei auf die Idee zu kommen, hinunterzusteigen, und nachzusehen, ob es noch zu
retten ist, und ohne auf die Idee zu kommen, die Sicherung aller anderen offenen Fallgruben zu verlangen.

Nur diesen einen Brunnen, den, meinen sie, den sollte man jetzt doch, falls dadurch die Wasserentnahme nicht erschwert wird,
irgendwie sichern.

Hier ein Auszug aus diesem Paukenschlag, als Appetithappen

Früher opferte man den Drachen Jungfrauen.

Heute opfert man den feuerspeienden Gierschlünden, die es sich am oberen Ende der Skala der Unersättlichkeit gemütlich gemacht haben, scheinbar nur Geld. Dabei füttern wir sie über Zinsen, Dividenden, Mieten, Pachten und Lizenzgebühren beständig mit ungefähr einem Drittel dessen was die Schaffenskraft und das Leistungsvermögen der gesamten Menschheit hervorbringt - und nun sollen sie, nur damit sie “das Finanzwesen nicht zerrütten” - noch einmal mit Billionen von Dollars und Euros gefüttert werden.

Man sollte ihnen das Finanzwesen aus der Hand nehmen.

Sie waren es, die es zu ihrem Nutzen und unserem Schaden - dahin gebracht haben, wo es heute ist.

Die vielgeschmähten Bankmanager, denen man die Gier und die Unersättlichkeit vorhält, denen man die Gehälter kürzen und die Privilegien nehmen will, um ein Exempel zu statuieren oder “Gerechtigkeit” zu inszenieren, sind doch nicht die Profiteure. Es sind die Handlanger der Profiteure. Diejenigen die sich für ein paar Millionen pro Jahr die Finger schmutzig machen, damit den eigentlichen Profiteuren die Milliarden zufließen. Wenn ein Herr Ackermann mit der Deutschen Bank im letzten Jahr 6,5 Milliarden Gewinn - nach Steuern (!) - für die Aktionäre eingefahren hat, dann liegt sein Jahreseinkommen von 14 Millionen (vor Steuern) bei lediglich 2,15 Promille.

Zum Vergleich: Hätte Joseph Ackermann beim Waldspaziergang einen Lkw, mit 6,5 Milliarden Euro auf der Ladefläche, gefunden und, ehrlich und bescheiden, wie er nun mal ist, im Fundbüro abgegeben, dann stünden ihm nach deutschem Recht volle 3 Prozent Finderlohn zu, also 195 Millionen. Nur fürs Finden!

Da muss man sich, selbst als Vorstandsvorsitzender mit einem Jahreseinkommen von 14 Millionen Euro, dann schon fragen, ob es wirklich gerecht zugeht, auf der Welt.

Einer Gesellschaft, welche die unbegrenzte Ansammlung von Eigentum in den Händen weniger nicht nur ermöglicht, sondern dieses aggressive Eigentum und sein erpresserisches Potential, das in diesen Tagen in seiner ganzen Machtfülle zum Vorschein kommt, durch ihre Gesetze auch noch schützt und unangreifbar macht, ist wohl nicht mehr zu helfen.

Und wenn die Druckerschwärze zu Ende geht,
dann werden sie statt der Billionenscheine doch wieder ihre Jungfrauen zum Drachenfelsen schleppen.

und am Ende dieses Paukenschlags aus dem Oktober 2008 finden Sie noch eine ganze Reihe von Links zu Aufsätzen, die das Thema weiter behandeln.

An Anregungen, die Krise zu vermeiden, zu entschärfen, das Schlimmste zu verhüten, fehlt es nicht,

Aber mit einem unbeirrbaren “Weiter so!” haben nun die Anleihen von Griechenland, Portugal und Irland Ramsch-Status, Italien und die USA schweben in höchster Gefahr eben
falls als nicht mehr vertrauenswürdig eingestuft zu werden - und es fällt ihnen nichts anderes ein, als den Drachen immer noch schneller und noch besser und umfangreicher zu füttern.

Siegfried!!!!!!!!

Alles Weitere hier: [1] http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2011/28html

Mit besten Grüßen
Egon W. Kreutzer


Dieser Artikel wurde ausgedruckt ab MICHAEL MUSIL: http://blog.michael-musil.de

URL zum Artikel: http://blog.michael-musil.de/2011/07/14/die-billlionenflut/

URLs in this post:
[1] http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2011/28html: http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2011/28html

Klicken hier zum Drucken.