Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Satire.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Mrz | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 | |||
- Allgemeines (76)
- Energie (26)
- Finanzkrise (27)
- Grundeinkommen (4)
- Links (11)
- Meine Haushaltsreden im Kreistag (1)
- Satire (29)
- Umwelt (9)
- 2.3.2012: He, Alter, haste mal 'ne Billion?
- 28.2.2012: Zukunft ist heute!
- 30.1.2012: Eigenständigkeit erlangen - 1996 -
- 6.1.2012: Der Tag X
- 17.12.2011: Aktion: Polens Einstieg in die Atomkraft stoppen!
- 16.12.2011: Haushaltsrede 2011
- 9.12.2011: Hände weg vom Acker Mann!
- 7.12.2011: Rasenmäher läuft mit Ketchup!
- 3.11.2011: Egon sei Dank!
- 31.10.2011: Chemtrails
Blogroll
Politik
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- März 2009
Archiv der Kategorie Satire
Neujahrsrede der Kanzlerin mit Klartext
4.1.2011 von M.Musil.
Geschrieben in Satire | Drucken | Keine Kommentare »
Alte Geschichte in neuem Kleid
17.12.2010 von M.Musil.
Geschrieben in Satire | Drucken | Keine Kommentare »
Der große Geldzauber …
3.12.2010 von M.Musil.
.. oder - was sie nie über Geld wissen sollen
Samirah Kenawi
Ich, der Banker, bin der Herr der Welt. Nur ich kann euch mit Geld versorgen, das ihr
braucht zum täglichen Geschäft. Ihr braucht mein Geld um Lohn zu ernten, für der Arbeit
Schweiß und um’s zum Bäcker dann zu tragen und jener trägt’s zum Schuster und so fort.
Doch mein Geld kreist zum Segen nicht durch diese Welt. Denn ihr könnt’s leihen nur bei
mir - auf Zeit und gegen Zins. Und so verdiene ich an jedem Handgriff den ihr tut mein
Quäntchen mit. Ich mach das Geld, mit dem ihr eure Arbeit tauscht und lebe so von eurer
Arbeit mit. Denn, was wär’ uns’re Welt ohne mein Geld?
Kein Schuh, kein Brot, kein Hammer, kein Gedanke wechselt den Besitzer mittels Verkauf
durch Geld, ohne dass mir von jedem Handel ein Quäntchen Geld in meine Taschen fällt.
Ohne mein Geld kräht heut’ kein Hahn mehr, fließt kein Wasser nirgendwo.
Ihr denkt, das muss so sein. Wer etwas borgt, der muss auch Zinsen zahlen. So betet ihr
den Mammon an. Denn, Geld regiert die Welt. Doch fragt ihr nie, wer denn das Geld regiert?
Warum ihr Tribut zahlen müsst, für jeden Cent den ihr bewegt? Solange ihr dran glaubt, das
Geld man gegen Zinsen borgen muss, weil man es selbst nicht schaffen kann - noch darf,
solange halt ich euch in meinem Würgegriff gefangen.
Ihr solltet’s wahrlich nie erfahren, dass man von einer Bank kein Quäntchen Geld seit
hundert Jahren borgen kann. Das was die Banker euch vom Borgen da erzählen, sind Märchen.
Keine der Banken zwischen Nord- und Südpol borgt euch heut’ noch and’rer Leute
Geld.
Wenn ihr Kredit begehrt, so schaffen Banken flugs Geld aus dem Nichts herbei - ein Tastenzaubertrick.
Die Tastatur der Bank ist wie ein ries’ges Fass, man klimpert drauf und schon
entsteht ein neues Guthaben. Kein Mensch hat je für dieses Geld gespart, kein Mensch hat
je für dieses Geld gedarbt. Es ist dem Klimpern auf den Tasten just entsprungen. Nun könnt
ihr’s leihen und zahlt brav Zins dafür.
Auf diese Weise steigt die Geldmenge wie Wasserfluten an. Längst wächst der Geldberg -
frei von fester Bindung ans Bruttosozialprodukt - gen Himmel. Wer lesen kann, liest’s hie
und da in mancher Zeitung steh’n.
Ihr fragt, warum ihr dann so knausern müsst? Warum es euch und „euerm“ Staat – wie nett
ihr von ihm denkt – an allen Ecken fehlt? Nun Geld kriegt nur, wer welches hat. Je mehr er
hat, je mehr kriegt er dazu. Das ist die große Logik des Systems. Man stellt dem Satten nur
das Essen hin. Vor ihm, der nicht mehr essen kann noch mag, biegt sich der Tisch unter den
Riesenschüsseln. Damit das edle Gut ihm nicht verdirbt, verteilt er es nicht etwa an die
Hungrigen. O Gott bewahr, die kämen so auf den Geschmack.
Er lässt für jene eine dünne Suppe kochen. Als Dank dafür soll’n sie ihm seine Fülle konservieren.
So kommt es, dass, je mehr er hat – weil stetig er bekommt –, er immer größere
Armeen von Köchen braucht. So gibt es zwar Unmassen Geld, doch wird der größte Teil
nutzlos verbraten. Die Küche kocht nur für den Keller. Je voller der, je leerer unser Teller.
Genug! Ein jeder ahnt schon den Gestank. Wenn einer konservieren soll und selber Hunger
hat, dann wird die Arbeit schlecht getan. Es geht was schief, im Keller riecht es faulig. Faule
Kredite, eines jeden Banker Pein. Man müsst’ sie tilgen, doch das wär’ gemein, denn
dadurch wäre der Gewinn auch futsch.
Wieso? Nun, wie Geld durch Kredit stets aus dem Nichts entsteht, muss es durch Tilgung
des Kredits in jenes Nichts zurück, aus dem es kam. Unglaublich aber wahr – durch Tilgung
von Kredit verschwindet Geld! Geht nun der Schuldner Pleite, kann nicht zahlen, dann
müssten wir, was wir zurückgelegt, in jenes Schuldenloch versenken. I Gott bewahre. Da
suchen wir uns einen and’ren Dummen. Und Gott sei Dank, der ist auch schnell gefunden.
Der Staat! Wir wälzen unsere faulen Kredite auf ihn ab, indem wir drohen uns’re Tore sonst
zu schließen. Und siehe da, er fürchtet sich und schluckt die bitt’re Pille und – jetzt
kommt’s!
Er nimmt Kredite bei uns auf. Hurra! So schaffen wir ihm Geld, das er, kaum ist es aus dem
Nichts entstanden, in uns’re Schuldenlöcher kippt. So rettet er vor uns’rer Pleite uns mit
unserm Geld. Statt unser schönes eig’nes Geld zum Stopfen der von faulen Schulden ganz
zerlöcherte Bilanz ganz sinnlos zu vergeuden, füllen wir unsere Löcher elegant mit
Staatskredit und werden so noch fett an Steuergeldern. Denn – da der Staat das Geld, das
er zu uns’rer Rettung uns hergibt, von uns zuvor sich schaffen ließ, muss er für uns’re
Rettung uns nun Zinsen zahlen. Genial, das muss der Neid uns lassen.
Sehen sie einfach zu, sie können’s doch nicht fassen. Wir schaffen also Geld durch
Tastenklick und jagen’s dann durch heiße Drähte. Der Staat – der Gute – schickt es uns
zurück. Für dieses Geld, das nur aus unserm Rechner in ’nen and’ren und zurückgesprungen
– hier war’s entstanden durch Kredit und hier verschwand’s durch Tilgung alter Schulden
wieder – nun dieses Geld – da sind wir Banker ganz korrekt, auch dieses Geld erfordert
einen Zins. Für jenen winz’gen Augenblick, in dem’s von einem Nichts ins andere sich stürzt
und dabei unser Universum nur mal streift, für diesen Augenblick, kassieren wir. Der Staat
bezahlt dafür mit euern Steuergeldern. Deshalb fragt künftig nicht mehr, wo die Steuern
bleiben. Wir holen sie, um sie auf unsern Konten aufzuhäufen.
Das ist ein Coup, da reicht kein Bankraub ran. Ganz harmlos und ganz ohne Feuerwaffen,
kann jeder Banker so in jede Tasche fassen. Ich seh’, ihr glaubt mir nicht. Der Plan ist auch
zu teuflisch. Da ihr unser Geschäft so glücklich missversteht, so kann ich schamlos hier die
Wahrheit in die Menge schrei’n. Da’s niemand glaubt, wird niemand sie gefährlich. Doch
weh uns, wenn ihr doch einst begreift, dass hinter Bankpalastfassaden mit Geld auf gänzlich
and’re Weise wird verfahren. Drum bitte glaubt mir nicht! Träumt weiter! Denn solang’ ihr
schlaft, solange kann ich raffen.
Samirah Kenawi, 30.1.2007
Geschrieben in Satire | Drucken | Keine Kommentare »
Angela in Onkel Atoms Hütte
29.10.2010 von M.Musil.
Hat Angela Merkel gestern im Bundestag ihre Laufzeit wirklich verlängert? Oder dackelt sie allzu läufig der Reaktor-Reaktion hinterher, so daß die Wähler überläufig werden? Die Überläufer zu den Grünen kommen zwar weitgehend bzw. weitläufig von der FDP - und das hat die Partei der Besserverdienenden auch nicht besser verdient -, aber auch die CDU sackt beiläufig immer tiefer ins demoskopische Schwarze, weil alles im grünen Bereich ist. Der brave bundesdeutsche Wähler, der gerade im erzschwarzen Schwabenländle die bürgerliche Revolution probt, ohne eine Bahnsteigkarte zu lösen, könnte Schwarz-Geld (sorry, Schreibfehler: Schwarz-Gelb sollte es heißen) endgültig zum Auslaufmodell erklären. Genauer: zum Überlauf-Modell, weil das Faß zum Überlaufen voll ist. Und dabei handelt es sich nicht nur um ein Faß, sondern um all die Fässer, die da in Asse still vor sich lecken. Doch die Regierung sagt dem Bürger: Leck my Asse!
Tscha, warten wir’s ab: Wenn im Märzen die Merkel die Wähler einspannt in Baden-Württemberg, könnten die sich plötzlich ganz ent-spannt zeigen. Wie seufzte schon olle Hamlet grün-alternativ: Dies ist ein Ziel, auf’s Innigste zu wünschen. Dabei hielt Hamlet einen Totenschädel in der Hand, allerdings ohne ondulierte Westerwelle. Eine Welle, auf der die Grünen mehr und mehr nach oben gespült werden.
Das könnte jetzt vielleicht so geklungen haben, als sei ich gegen den Atomstrom. Nein, mißverstehen Sie mich bitte richtig. Der Atomstrom ist schon deshalb so wichtig, weil er so billig ist und glücklicherweise auch nicht erneuerbar. Weil es doch die erneuerbaren Energien sind, die so ungeheuer ins Geld gehen. Die werden immer noch subventioniert, und deshalb wird der Strom immer teurer.
So erklären es die Atom-Lobbyisten, die bei uns für die Gesetzgebung zuständig sind (und nebenbei auch für die freie unabhängige Berichterstattung, zum Beispiel im “Spiegel”, das zum Zentralorgan der Anti-Erneuerer geworden ist). Wenn die nuklearen Agenturen der Regierung die Gesetzestexte vorschreiben, geschieht das aus purer Menschenfreundlichkeit, um den zuständigen Ministerien ein bißchen Arbeit abzunehmen. Das ist gewissermaßen ein ehrenamtliches Hobby von jener Lobby, die uns statt blühender Landschaften nun strahlende Landschaften verspricht.
Nur verschweigen diese Strahlemänner, daß die Atomenergie bis heute mit mindestens 165 Milliarden Euro Steuergeldern alimentiert worden ist. Das entspricht einer Subventionierung des Atomstroms von 3,9 Cent pro Kilowattstunde. Hinzu kommen zukünftige Entsorgungs-Kosten von rund 100 Milliarden Euro, die natürlich wir, die Steuerzahler, zu blechen haben. Und wenn die Betreiber der AKWs zudem für eine vollständige Haftpflichtversicherung im Fall eines nuklearen Unfalls aufkommen müßten, also wenn bei Atomkraftwerken die gleichen Haftungsregeln gelten würden wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen, wäre der Atomstrom um bis zu 2,70 Euro pro Kilowattstunde teurer und damit weder bezahlbar noch wettbewerbsfähig. Aber wie heißt es so einleuchtend: Atom ist, wenn man’s trotzdem macht.
Zumal wir ja brav unsere Steuermilliarden für die Atom-Industrie löhnen. Die werden allerdings hinterher von den Kraftwerk-Betreibern als angeblich eigene Investitionen auf den Strompreis angerechnet. Das geht ins Geld. Und woran liegt’s. An den erneuerbaren Energien selbstverständlich. Denn durch diese Energien ist plötzlich zuviel Strom da. Deshalb werden auch die Strompreise immer wieder erneuert. Soll heißen: Sie steigen stets von Neuem. Was so neu allerdings auch nicht ist. Ich habe das schon mal erklärt:
So leisten wir uns von unseren Steuerleistungen, die man woanders dringend braucht, Subventionen, die wir nicht kennen, für atomare Investitionen, die wir nicht wollen, die Leistungen erbringen, die wir nicht brauchen, damit hinterher die geleisteten Subventionen als angeblich konzerneigene Investitionsleistungen die Stromleistung, die wir nun tatsächlich brauchen, so verteuern, daß wir sie uns nicht leisten können.
Das ganze nennt sich Leistungsgesellschaft. Ein kleiner Kurs in freier Markwirtschaft. Ein Kon-Kurs, wie üblich.
+++
Ein Beitrag von Martin Buchholz ( Kabarettist)
Buchholz live, mit seinem neuen Programm
“Mißverstehen Sie mich bitte richtig!”:
Am 30. Oktober in Potsdam (Kabarett Obelisk),
am 31. Oktober (und jeden Sonntag) um 16.30 Uhr
bei den Berliner “Wühlmäusen”,
am 1. November in Dresden (Herkuleskeule),
am 4. November in Hannover (Daunstärs),
am 6. November in Osnabrück (Lagerhalle) sowie
vom 10. bis 13. November in Bremen (Packhaustheater).
Geschrieben in Satire | Drucken | Keine Kommentare »
Besuchen Sie doch mal den Geier
23.6.2010 von M.Musil.
Seit 2003 archiviere ich die Entwicklung der Finanzen in Form von Karrikaturen des Horst Haitzinger, der mit seinem Geier immer ins Schwarze trifft.Hier der Link zum Geierhttp://www.michael-musil.de/geldtexte/Geld/kari/hatz.htm
Geschrieben in Satire | Drucken | Keine Kommentare »
INFORMATIONSAUSGABE - STRASSENVERKEHRSAMT – JUNI/JULI 2010
11.6.2010 von M.Musil.
In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren. Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, fahren mit durchdrehenden Rädern, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen - Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren. Diese Fahnen sind an der Autotür zu befestigen und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein. Ersatzweise sind Überzüge in gleicher Farbgebung an den Seitenspiegeln anzubringen. Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen. Zusätzlich sind andere Verkehrsteilnehmer durch häufiges Hupen oder durch weites Hinauslehnen aus den Seitenfenstern, ergänzt durch lautes Schreien, zu warnen.Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.Mit freundlichem Gruß Ihre Straßenverkehrsbehörde
Geschrieben in Satire | Drucken | 1 Kommentar »
