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Archiv der Kategorie Umwelt
Und sie sprühen doch!
19.10.2011 von M.Musil.
Amtlicher Hinweis:
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Wie unwichtig ich eigentlich bin!
23.9.2011 von M.Musil.
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Schreibt mal an George
7.9.2011 von M.Musil.
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Gentechnik-Anbau in den USA
16.8.2011 von M.Musil.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/24143.html
Informationsdienst Gentechnik - 19.07.2011
Kein Weg mehr zurück
In Europa kommt Gentechnik in der Landwirtschaft kaum zum Einsatz. Weder
Landwirte noch Verbraucher sind von der Technik überzeugt. Anders in
Nordamerika, wo Gentechnik-Mais, -Soja, -Raps und -Zuckerrübe den Markt
erobert haben. Durch eine Kombination verschiedener Herbizid- und
Insekten-Resistenzen haben die Landwirte viele Vorteile, könnte man
meinen. Der Film “Farmer to Farmer - The truth about GM Crops” von
Michael Hart zeigt das Gegenteil.
Der britische Farmer ist quer durch die USA gereist und hat dort mit
Landwirten über den Anbau gentechnisch veränderter Organismen
gesprochen. Die Betroffenen sind desillusioniert über stark steigende
Saatgutpreise und herbizid-resistente Unkräuter, die teilweise per Hand
entfernt werden müssen, weil kein Gift mehr dagegen hilft.
Sicherheitsabstände funktionieren nicht, berichtet ein Landwirt, der
Versuch einer Koexistenz mit gentechnikfreier Landwirtschaft ist
gescheitert. Gefragt nach Empfehlungen für europäische Landwirte, raten
die amerikanischen Kollegen vom Anbau gentechnisch veränderter
Organismen ab, da kein Weg mehr zurückführe. Ihnen bleibe schlicht
nichts anderes mehr übrig, als GVO anzubauen. Denn gentechnikfreies
Saatgut sei auf dem Markt kaum zu bekommen und werde außerdem nicht mehr
weiterentwickelt.
Im Interview mit dem Gen-ethischen Netzwerk berichtet Hart: “Alle
Bauern, mit denen ich gesprochen habe, haben ganz klar und deutlich
gesagt: Fangt nicht an mit dieser Technologie! Lasst eure Finger
davon!”. Aber viele sprechen nicht offen über ihre Arbeit aus Angst vor
Schwierigkeiten mit den Konzernen. Michael Hart hat mit mehr als 60
Landwirten gesprochen, einige davon hat er vor die Kamera bekommen.
GM Crops - Farmer to Farmer: Documentary
http://www.gmcropsfarmertofarmer.com/
GeN: Interview mit Filmregisseur Michael Hart: “Lasst eure Finger
davon!”
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/203/
Infodienst: Hintergrundinfos Anbaupraxis
http://www.keine-gentechnik.de/bibliothek/anbaupraxis.html
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RWE - Richtig Wenig Erneuerbare
16.3.2011 von M.Musil.
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Aufs falsche Pferd gesetzt
16.2.2011 von M.Musil.
PRESSEMITTEILUNG
AoeL sieht Ernennung Blesers zum Staatsekretär als Fehlbesetzung
Bad Brückenau, 15.02.2011. Heute ist ein schwarzer Tag für die ökologische Lebensmittel-Wirtschaft in Deutschland. Der Grund liegt für die Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL) klar auf der Hand: Mit dem heutigen Tag tritt Peter Bleser [1] (CDU) sein neues Amt als Parlamentarischer Staatssekretär von Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) an. Bleser hat sich in den letzten Jahren insbesondere als Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Agrar- und Verbraucherschutz profiliert - und zwar als Vertreter der industriellen Landwirtschaft.[2]
Dass er Pestiziden und Kunstdünger nicht abgeneigt ist, erklärt sich schon aus seinen bisherigen Nebenämtern: Der gelernte Landwirtschaftsmeister sitzt im Präsidium des Deutschen Raiffeisenverbands und leitet auch den Aufsichtsrat der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main, eines der größten deutschen Agrozulieferunternehmen. Für die Agro-Gentechnik, die er als “nutzbringende Zukunftstechnologie” bezeichnet, gilt er als Türöffner: So plädierte er im deutschen Bundestag öffentlich gegen den Anbaustopp von Genmais.
Als ob ihn das nicht per se als Gegner des nachhaltigen Öko-Landbaus ausweisen würde, setzte er sich im Herbst massiv dafür ein, dass die ohnehin geringen Mittel für das Bundesprogramm Ökolandbau zweckentfremdet werden.[3] Im “Focus” diffamierte er den Öko-Landbau gar mit den Worten: “Rückkehr in die Nostalgie funktioniert nicht.”[4] Allerdings darf die Frage gestellt werden, welche Ausrichtung denn wirklich rückwärtsgewandt ist.
Seine Vorgesetzte, Ministerin Aigner, jedenfalls hält die Bio-Branche für zukunftsweisend, wie sie auf der Grünen Woche bekannte: “Der ökologische Landbau ist eine besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Wirtschaftsform, die sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert.”[5] Sollte Ilse Aigner das ernst meinen, hat sie mit Peter Bleser aufs falsche Pferd gesetzt.
AoeL Presseinfo * Veröffentlichung honorarfrei * Um einen Beleg wird gebeten * 1.952 Zeichen
Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller AoeL e.V. * Dr.-Gartenhof-Straße 4 * D-97769 Bad Brückenau * Tel: 09741-4834 * www.aoel.org * mailto:petra.stamm@aoel.org
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USA knicken vor Monsanto ein, deutsche Firma profitiert
7.2.2011 von M.Musil.
GENTECHNIK Minister erlaubt manipulierte Zuckerrüben, trotz Verbots durch einen Richter
WASHINGTON taz In diesem Frühjahr werden mehr gentechnisch modifizierte Pflanzen denn je auf den Äckern der USA sprießen: Am Freitag bewilligte das Landwirtschaftsministerium in Washington den kontrollierten Anbau von “Roundup Ready”-Zuckerrüben - obwohl eine richterlich angeordnete Umweltverträglichkeitsstudie nicht abgeschlossen ist. Die Sorte wurde vom deutschen Hersteller KWS gemeinsam mit dem US-Konzern Monsanto entwickelt.
Das Ministerium begründete die Entscheidung mit “Nachschubengpässen”: 90 Prozent der in den USA angebauten Zuckerrüben sind genmanipuliert. Monsanto liefert das speziell auf die Pflanzen abgestimmte Unkrautvernichtungsmittel “Roundup” gleich mit.
Im vergangenen Sommer verbot Richter Jeffrey White in San Francisco den Anbau der Genrüben, bis durch eine Umweltverträglichkeitsstudie die Auswirkungen auf konventionelle Zuckerrüben und verwandte Pflanzen geklärt ist. Biotechnologie-Industrie und Nahrungsmittelproduzenten liefen Sturm gegen die mehrjährige Zwangspause. Sie fürchteten einen Mangel an konventionellem Saatgut sowie Preissteigerungen.
Landwirtschaftsminister Tom Vilsack hat sich diese Argumente zu eigen gemacht, mit Bedingungen: Bis zum Abschluss der Studie muss es Sicherheitsabstände rund um Äcker mit Genrüben geben. In einigen Regionen dürfen sie gar nicht eingesetzt werden.
Für die Biotechnologie-Industrie ist es trotzdem der zweite große Erfolg binnen einer Woche. Schon Ende Januar hatte die US-Regierung eine uneingeschränkte Aussaat von gentechnisch manipuliertem Alfalfa-Sprossen bewilligt. Die Pflanze wird als Winterfutter für Kühe benutzt. Vilsack selbst hat auf einen Sicherheitsabstand von acht Kilometern rund um Gen-Alfalfa-Äcker verzichtet - obwohl sein Ministerium in einer Studie vor Kreuzungen mit anderen Pflanzen warnte.
Bio-FarmerInnen und VerbraucherInnen reagieren entsetzt auf das zweifache Einknicken des Ministers. Liana Hoodes von der “National Organic Coalition” fühlt sich im Stich gelassen. Sie sagt: “Die Biobauern müssen wieder einmal alle Vorsichtsmaßnahmen allein ergreifen, während die Biotech-Branche keine Verantwortung übernimmt”. Künftig werde es in den USA weniger Biofutter, weniger Bio-Milchfarmer und noch höhere Preise für Bio-VerbraucherInnen geben, prognostiziert sie. George Siemon, Biobauer bei “Organic Valley”, sagte: “Jetzt hoffen wir auf die Verbraucher, damit sie mit ihren Dollars zeigen, dass die Zukunft der Landwirtschaft in den USA mehr ist als nur genmanipulierter Fraß.”
Das in Washington ansässige “Center for Food Safety” nennt das Landwirtschaftsministerium eine “Schurkenagentur”, die zugunsten der Unternehmen arbeite, die von der Technologie profitieren und Hinweise auf Schäden ignorierten. Mehrere Gruppen wollen rechtlich gegen die Gen-Entscheidungen vorgehen. DOROTHEA HAHN
TAZ Nr. 9414 TAZ-Bericht v. 07.02.2011, S. 08, 104 Z. von DOROTHEA HAHN
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